Nachrichten

Der Rote Terror, die Stasi der DDR und die Kirchen in Äthiopien


25. August 2026

Freitag, 25. September 2026 um 19:00 Uhr im Gemeindezentrum Werdau

Illustrierter Vortrag von Georg Meusel

Erich Honecker in Äthiopien – Mengistu Haile Mariam in Ost-Berlin. In den 1970/1980er Jahren arbeitete die DDR mit der kommunistischen Diktatur in Äthiopien zusammen. Die Stasi schulte die äthiopische Geheimpolizei und belieferte sie mit Waffen. Mengistu ließ Regimegegner, Intellektuelle, Schüler und Studenten foltern und ermorden. Eine halbe Million Menschen fiel dem „Schlächter von Addis Abeba“ zum Opfer.

Georg Meusel unterstützte Anfang dieses Jahres, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, acht Wochen lang das Red Terror Museum in Addis Abeba. Mit einer Fragebogenaktion gewann er von Zeitzeugen Erkenntnisse über persönliche Schicksale.

Er lernte die deutschsprachige Evangelische Gemeinde kennen und erfuhr viel über die Geschichte der Kirchen in Äthiopien, die auch von Mengistus Rotem Terror betroffen war. Doch er erlebte auch eine aufstrebende Hauptstadt, in der es zwischen Staubwolken zunehmend grünt und blüht. Wo er nie einen Europäer sah, in den Gassen, wo die einfachen Leute wohnen, an der Straße ihren Kaffee trinken, ihre Kinder zur Schule bringen oder sich in die überfüllte Metro quetschen, traf er auf Menschen, die Heiterkeit, Lebensfreude, Stolz und Aufbauwillen ausstrahlen.

„Salamno“ – „Friede sei mit dir“ ist der Gruß, mit dem sich die Menschen in dem gewaltgebeutelten Vielvölkerstaat begegnen. Lassen Sie sich, abseits der Touristenrouten, mitnehmen in diese rätselhafte und faszinierende Bundesrepublik Äthiopien.

Eintritt frei. Spendenbitte für das Red Terror Museum Addis Abeba

Stau vor dem Gottesdienstbesuch